Sprachgegensätze im Kanton Graubünden

Montag, 16. April 2012 um 09:34

Die Schweiz ist ein vielfältiges Land. Prägend für die politische Entwicklung in der Schweiz waren die Unterschiede zwischen Stadt und Land, die Frage zwischen Zentralismus und Föderalismus sowie die konfessionelle Spaltung. Noch heute präsent ist die Viersprachigkeit des Landes, welche sich auch in verschiedenen Abstimmungsresultaten von ihrer politischen Seite zeigt.

Sprachgegensätze werden in der Schweiz insbesondere entlang der deutsch-französischen Grenze wahrgenommen. Viel weniger präsent ist dabei die Situation im Kanton Graubünden, wo drei Sprachgruppen gemeinsam Entscheide fällen. Die ebenfalls interkantonal kleine Minderheit (14.5 Prozent Rätoromanen, 6 Prozent Italienischsprachige) wird auf nationaler Ebene an Abstimmungssonntagen wenig bis gar nicht wahrgenommen.

Minorisierung der Gemeinden, aufgeteilt nach Sprache

Prozentuale Minorisierung einer Gemeinde. Die Abbildung zeigt die drei Sprachgruppen Deutsch, Rätoromanisch und Italienisch in einer eigenen Farbe mit einer Abstufung pro Gemeinde, wie oft diese von den 199 Fällen minorisiert wurde. Quelle: Bundesamt für Statistik. Eigene Auswertung und Darstellung.

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von Clau
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Wieso ich abwandere

Donnerstag, 15. März 2012 um 21:54

Erschienen in der infrarot-Ausgabe vom März 2012. Und mit diesem Kommentar verabschiede ich mich in der 200sten Ausgabe des infrarots aus der Redaktion. Danke für die spannende Zeit an Salome, Samira, Fabio, Felix, Angelo und natürlich dem Backup aus dem Seki mit Tanja und Kristina!

Ehrlich gesagt: die Natur ist ĂĽberragend. Berge, frische Luft, Raum zum Wandern, wild sein. Die Grossräumigkeit, und trotzdem kennen sich alle: “da casa”, sich wohl fĂĽhlen. Jedes Dörfchen hat sein Lokalkolorit, seine Eigenheit, seine Spezialität. Sowohl im Essen, als auch in der Kultur.

Ist’s eine andere Welt? Eigentlich ja. Eine behĂĽtete Welt: konserviert, fast schon anachronistisch. Nicht nur in der Sprache, sondern auch die Werte, Ideen, Perspektiven. Die Berge sind zu oft Grenze der Gedanken statt nur geographischer Horizont.

Doch wenn sich die Welt auf diesen Fleck beschränkt kann das auch zur Farce werden: Beispielsweise wenn 30’000 Menschen darauf beharren, sechs verschiedene Grammatiken in der Schule zu lehren, oder wenn nach Abstimmungen die eine Dorfhälfte die andere nicht mehr grĂĽsst. Wenn die Natur zu Gunsten von Profit mit Zweitwohnungen zubetoniert wird und auf jeder Bergflanke ein Skilift inklusive Après-Ski stehen muss.

Welche Entwicklung steht den Randregionen bevor? Freiluftsprachmuseum, Skifahren Ă  discretion inklusive Erlebnisfondue im BerghĂĽttli beim bärtigen Luregn im Winter, im Sommer urchiges Spa inklusive Heubad in einem alten Käsekessel bei Flurina. In der Zwischensaison dafĂĽr klinisch tot, die TouristikerInnen lernen in den Geisterdörfer brav “bun di” und “allegra”, damit’s auch authentisch tönt.

Ich weiss nicht, wo’s hinfĂĽhrt. Und bis ich es weiss, ist es zu spät – und ich abgewandert auf der Suche nach Bildung, Perspektive, Welt.

von Clau

Iniziativa da stipendis per romontsch

Dienstag, 24. Januar 2012 um 15:01

La contribuziun dal Radio Rumantsch tar l’inoltraziun da l’iniziativa da stipendis il venderdi passĂ :

http://www.rtr.ch/home/utensils/players/audio.8be614ae-71a1-4259-a6ff-7b4c18d0a36e.html?/home/radio/emissiuns/Magazin-Infurmaziun/2012/01/20120120-1200-magazin

von Clau
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Medienkonferenz zur Einreichung der Stipendieninitiative

Freitag, 20. Januar 2012 um 13:16

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Heute wird die Stipendieninitiative endlich eingereicht! Mit 115’678 gĂĽltigen Unterschriften starten wir die Debatte ĂĽber ein chancengerechtes, harmonisiertes Stipendienwesen in der Schweiz.

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von Clau
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Wer ist der Totengräber?

Dienstag, 10. Januar 2012 um 20:52

Nur 0,5 Prozent der Schweizer Bevölkerung spricht und schreibt Rätoromanisch – eine von sechs Schriftversionen. Neben den traditionell herausgebildeten Idiomen Sursilva, Sutsilvan, Surmiran, Vallader und Puter, die explizit im Alltag gesprochen werden, wurde 1982 eine gemeinsame Schriftsprache “erfunden”: Rumantsch Grischun (RG). Der linguistische Kompromiss ist seither Zankapfel der rund 35’000 Menschen, deren Hauptsprache Rätoromanisch ist. Dabei ist RG die beste Chance, die Sprachkultur ĂĽberhaupt ĂĽber die nächsten paar Jahrzehnte hinaus zu bewahren.

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Abgelegt in Artikel, Politik, Rumantsch
von Clau
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