Sprachgegensätze im Kanton Graubünden
Die Schweiz ist ein vielfältiges Land. Prägend für die politische Entwicklung in der Schweiz waren die Unterschiede zwischen Stadt und Land, die Frage zwischen Zentralismus und Föderalismus sowie die konfessionelle Spaltung. Noch heute präsent ist die Viersprachigkeit des Landes, welche sich auch in verschiedenen Abstimmungsresultaten von ihrer politischen Seite zeigt.
Sprachgegensätze werden in der Schweiz insbesondere entlang der deutsch-französischen Grenze wahrgenommen. Viel weniger präsent ist dabei die Situation im Kanton Graubünden, wo drei Sprachgruppen gemeinsam Entscheide fällen. Die ebenfalls interkantonal kleine Minderheit (14.5 Prozent Rätoromanen, 6 Prozent Italienischsprachige) wird auf nationaler Ebene an Abstimmungssonntagen wenig bis gar nicht wahrgenommen.

Prozentuale Minorisierung einer Gemeinde. Die Abbildung zeigt die drei Sprachgruppen Deutsch, Rätoromanisch und Italienisch in einer eigenen Farbe mit einer Abstufung pro Gemeinde, wie oft diese von den 199 Fällen minorisiert wurde. Quelle: Bundesamt für Statistik. Eigene Auswertung und Darstellung.







